REACH

Information gemäß Artikel 33 der REACH-Verordnung

Mit Datum vom 27.06.2018 wurde Bleimetall in die SVHC-Kandidatenliste („besonders besorgniserregende Stoffe“) aufgenommen. Stoffe, die als SVHC eingestuft sind und die einer Zulassung unterliegen, sind im Anhang XIV der REACH-Verordnung aufgeführt.

Blei ist als Legierungselement in einigen Erzeugnissen aus unserem Lieferprogramm enthalten. Wir informieren die betroffenen Kunden gemäß den Informationspflichten nach Art. 33 unter REACH.

Wir informieren Sie hiermit darüber, dass Erzeugnisse aus unseren Werkstoffen, die Blei in Gehalten größer als 0,1% Masseprozent aufweisen, folgenden als SVHC identifizierten Stoff enthalten:

Stoff CAS/EINECS Liste Aufnahmedatum Anmerkungen
Blei (Pb) CAS: 7439-92-1
EINECS: 231-100-4
Kandidatenliste/SVHC 27.06.2018 Die Aufnahme von Blei als SVHC auf die Kandidatenliste löst eine diesbezügliche Informationspflicht in der Lieferkette aus.

Unverändert bleiben die gefahrstoffrechtliche Einstufung die Regeln zum sicheren Umgang mit Bleimetall sowie das Anwendungsspektrum der von BE | Allbrass Industrial gelieferten Produkte aus Werkstoffen mit Blei als Legierungsbestandteil.

Erzeugnisse aus Kupfer und Kupferlegierungen fallen nicht in den Geltungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 des europäischen Parlaments und des Rates über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung) und unterliegen somit nicht der Einstufungs- und Kennzeichnungspflicht.

Ob es im weiteren Verlauf des REACH-Prozesses für Anwendungen von bleihaltigen Messinglegierungen zu weiteren Einschränkungen, wie z.B. Zulassungen für bestimmte Verwendungszwecke kommen wird, erfordert ausgiebige  Konsultationen und kann voraussichtlich nicht vor dem Jahr 2020 beantwortet werden. Es gibt gute Gründe, die gegen die Notwendigkeit für eine Zulassung sprechen – die Risiken beim Umgang mit bleihaltigen Werkstoffen sind beherrscht. Für den Fall, dass Blei dennoch zulassungspflichtig wird, gibt es eine Übergangsfrist bis zum Jahr 2024. Zulassungen für bestimmte Verwendungszwecke müssten spätestens 18 Monate vor dem Ende der Übergangsfrist beantragt werden. Es ist davon auszugehen, dass entsprechende Zulassungen von der Chemikalienagentur erteilt werden, zumal eine Substitution der bleihaltigen Zerspanungsmessinge nach aktuellem Stand der Technik nicht ohne weiteres möglich ist.

Bleihaltige Messinglegierungen werden somit auch in Zukunft ihre herausragende Bedeutung nicht verlieren.

Ansprechpartner für weitere Informationen ist Hr. P. Stoffers.